Hormone

Sämtliche Hormone werden im Speichel bestimmt. Das Versandmaterial dafür, kann im Labor angefordert werden. Die Entnahmeanleitung befindet sich auf der Rückseite des Patientenbogens.

Bitte beachten: Falls Hormoncremes angewendet werden, bitte unbedingt die beigefügten Handschuhe bei der Probennahme tragen.

Cortisol (Tagesprofil) Achtung: geänderte Entnahmezeiten!!!

Material: 2 Speichelproben, die 1. Probe 1 Stunde nach der üblichen Aufwachzeit und die 2. Probe 3-4 Stunden nach der Morgenprobe entnehmen.

Zusätzliche Zeitpunkte sind möglich und kosten 16,76 €.

Entnahmeanleitung für Speichel auf der Rückseite des Patientenbogens beachten!

Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet. Seine Sekretion unterliegt einer Tagesrhythmik mit einem Maximum am frühen Morgen und einem Minimum um Mitternacht. Es ist das wichtigste Stresshormon, das bei psychischem und physischem Stress ausgeschüttet wird.

 

Estradiol

Material: Frauen: 5 Speichelproben vor dem Frühstück, halbstündlich (z.B. 07:00 - 09:00 Uhr) / Männer: 5 Speichelproben zwischen 06:00 und 08:00 Uhr

Für Frauen mit Regelblutung ist der Entnahmezeitraum der vom 20. – 22. Zyklustag. Bei verkürztem oder verlängertem Zyklus ist der Entnahmetag ca. 1 Woche vor der erwarteten Blutung.  Bei Frauen ohne Zyklus und bei Männern ist der Entnahmetag egal. Zur Beurteilung der Hormonsituation bei der Frau sollte auf jeden Fall zusätzlich das Progesteron bestimmt werden. Estradiol ist der Hauptvertreter der Östrogene, der weiblichen Geschlechtshormone. Das Estradiol ist der Hauptvertreter der Estrogene (früher Östrogene=), der weiblichen Geschlechtshormone. Die Hormonkonzentration des Estradiols bei der Frau im gebärfähigen Alter folgt einem charakteristischen Monatsprofil mit einem deutlichen Peak in der Zyklusmitte kurz vor der Ovulation.

Bei Männern sind die Östrogene entscheidend für die Fruchtbarkeit und für die Potenz. Bei Männern werden die Östrogene in den Nebennieren, den Hoden und im Fettgewebe produziert. Das heißt, je mehr Fettgewebe ein Mann hat, desto mehr Östrogene bildet sein Körper: eine Ursache für die häufige Verweiblichung stark übergewichtiger Männer.

 

Progesteron

Material: Frauen: 5 Speichelproben vor dem Frühstück, halbstündlich (z.B. 07:00 - 09:00 Uhr) / Männer: 5 Speichelproben zwischen 06:00 und 08:00 Uhr

Für Frauen mit Regelblutung ist der Entnahmezeitraum der vom 20. – 22. Zyklustag. Bei verkürztem oder verlängertem Zyklus ist der Entnahmetag ca. 1 Woche vor der erwarteten Blutung.  Bei Frauen ohne Zyklus und bei Männern ist der Entnahmetag egal.

Zur Beurteilung der Hormonsituation bei der Frau sollte auf jeden Fall zusätzlich das Estradiol  bestimmt werden.

Das Progesteron ist ein weibliches Geschlechtshormon, das in der zweiten Zyklushälfte im Gelbkörper des Eierstocks gebildet wird. Seine Konzentration gibt Auskunft über die Hormonaktivität des Gelbkörpers. Das Progesteron folgt bei Frauen im gebärfähigen Alter einem ausgeprägten Monatsrhythmus. Es steigt in der zweiten Zyklushälfte deutlich an, um dann zum Zyklusende hin steil abzufallen. Doch Progesteron hat noch zahlreiche andere Wirkungen im Körper. Es ist Vorläufer von Cortisol/Kortison sowie von Testosteron und den Östrogenen. Gleichzeitig ist es Mit- und Gegenspieler der Östrogene und des Testosterons. Es unterstützt die Wirkung der Hormone und schränkt deren überschießende Wirkung ein. Es bremst z. B. das durch die Östrogene angeregte Zellwachstum in Gebärmutter und Brust (Vorbeugung gegen Krebsentstehung). Bei Männern ist es als Testosteron-Gegenspieler wichtig für die Gesundheit der Prostata.

Ein Fünftel aller Progesteron-Rezeptoren befindet sich im Gehirn. Progesteron ist für unser emotionales Gleichgewicht und unsere Ausgeglichenheit unverzichtbar. Es verbessert die Gedächtnisleistung und den Schlaf. Progesteron ist kein weibliches Hormon, auch wenn es bei Frauen in größeren Mengen vorliegt. Es wirkt sich im männlichen Körper nicht verweiblichend aus. 

Östrogendominanz und Gewichtszunahme

Bei vielen Frauen wird in den Eierstöcken zu wenig Progesteron gebildet. Zudem ist das Progesteron eine Art Gegenspieler des Östrogens. Beide müssen in einem bestimmten Verhältnis zueinander im Körper vorhanden sein, damit die Hormone miteinander in einem harmonischen Gleichgewicht sind. Wenn der Progesteronspiegel zu niedrig ist, wirkt sich das Östrogen zu stark aus. Es ist dann buchstäblich dominant. Das ist selbst dann der Fall, wenn eigentlich auch ein Mangel an Östrogen besteht, wie es in den Wechseljahren der Fall ist. Entscheidend ist in diesen Fällen, dass der Progesteronmangel noch stärker ist als der Östrogenmangel.

 

Estriol

Material: Frauen: 5 Speichelproben vor dem Frühstück, halbstündlich (z.B. 07:00 - 09:00 Uhr) / Männer: 5 Speichelproben zwischen 06:00 und 08:00 Uhr

Für Frauen mit Regelblutung ist der Entnahmezeitraum der vom 20. – 22. Zyklustag. Bei verkürztem oder verlängertem Zyklus ist der Entnahmetag ca. 1 Woche vor der erwarteten Blutung.  Bei Frauen ohne Zyklus und bei Männern ist der Entnahmetag egal.

Das Estriol ist das mengenmäßig am meisten gebildete Östrogen. Es ist für die Gesunderhaltung und für die Feuchtigkeit aller Schleimhäute des Körpers verantwortlich, sowie für eine gesunde Blasenfunktion. Seine Östrogenwirkung ist jedoch nur einen Bruchteil so groß wie die des Estradiols. 

 

Testosteron

Material: Frauen: 5 Speichelproben vor dem Frühstück, halbstündlich (z.B. 07:00 - 09:00 Uhr) / Männer: 5 Speichelproben zwischen 06:00 und 08:00 Uhr

Das Testosteron gehört zur Gruppe der Androgene und ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. Bei beiden Geschlechtern ist Testosteron für Muskelkraft, Energie, Durchhaltevermögen, Leistungsfähigkeit, Kondition und Libido zuständig. Zudem fördert es die Fettverbrennung. Die Konzentration bei Männern ist alters- und tageszeitabhängig. Es zeigt sich ein deutlicher Konzentrationsabfall vom Morgen bis zum Abend ungefähr um den Faktor 2. Der höchste Wert liegt noch vor dem Zeitpunkt des normalen Aufwachsens.

Bei Frauen wird es in geringen Mengen in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde produziert. Hier bewirkt eine Erhöhung des Testosteronspiegels eine allgemeine Vermännlichung und einen gesteigerten Geschlechtstrieb.

 

DHEA (Dehydroepiandrosteron)

Material: Frauen: 5 Speichelproben vor dem Frühstück, halbstündlich (z.B. 07:00 - 09:00 Uhr) / Männer: 5 Speichelproben zwischen 06:00 und 08:00 Uhr

DHEA ist eine körpereigene Substanz, die hauptsächlich in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es ist ein wichtiges Vorläuferhormon, denn unser Körper kann daraus sowohl männliche (Androgene) als auch weibliche (Östrogene) Hormone bilden. Progesteron kann nicht aus DHEA gebildet werden. Mit zunehmendem Alter nimmt die DHEA-Produktion bei beiden Geschlechtern kontinuierlich ab. Mit 40 Jahren ist der DHEA-Spiegel nur noch auf halbem Niveau eines 20-jährigen.

 

Melatonin

Material: 1 Speichelröhrchen, nachts nach dem Aufwachen gewonnen. Meistens erfolgt das nächtliche Aufwachen bei Melatoninmangel zwischen 2 und 3 Uhr morgens. Nicht extra für die Probennahme wecken lassen.